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displacement.13

In Kooperation mit DI Birgit Brauner und Mag. Andrea Hörl

displacement.13 stellt den Auftakt zu einer fortlaufenden Reihe von Experimenten an der Universität Innsbruck dar. Diese erste empirische Untersuchung wurde als Realraum Experiment im Rahmen der "Langen Nacht der Forschung" an der Fakultät für Architektur der Öffentlichkeit präsentiert, und lud Besucher zur Teilnahme ein.

Beschreibung

Wie wird Architektur "gelesen"?
Eine – scheinbar – einfache Frage, entfacht durch intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Architektur, Sprache und Zeichen, initiiert eine bis heute andauernde Reihe von philosophisch konzipierten, empirisch konstruierten Versuchsanordnungen.
Die Ansicht, Architektur, ähnlich der Sprache, entziffern und folglich verstehen zu können, ist in architekturtheoretischer Hinsicht etabliert und anerkannt. Tiefgehende Recherchearbeit und weitreichende Diskussionen führten uns zu der Überlegung, dass Architektur nur dann verstanden werden kann, wenn die "Leser" eines Raumes die jeweils notwendige Sprache und ihre Zeichen erlernt hätten, und demnach anwenden können.
Im Zuge der "Langen Nacht der Forschung" wurde diese These im Realraum Experiment displacement.13 überprüft.
Ein räumlich einfach verständlicher Entwurf bot den idealen Rahmen, um eine Vielzahl von Aspekten unserer Frage zu untersuchen. Dem Beispiel der "minimal art" folgend, arbeiteten wir einen schematisch klaren und reduzierten Körper aus, der vom Besucher als Projektionsfläche für eine interaktive Rauminstallation erlebt werden sollte. Eingebettet in das Foyer der Architekturfakultät, sollten Veranstaltungsbesucher einen geradlinigen Parcours durchwandern.
Unser Ziel war es, beim Durchschreiten der Versuchsanordnung Hinweise zur Benutzung durch unvertraute Zeichen zu geben, und zu beobachten, ob der Raum ungeachtet dessen unseren Absichten folgend genutzt werden würde. Mit einer Reihe interaktiver Systeme versehen, fokussierte sich die Untersuchung auf das Erlebnis des aufgelösten Quaders. Außen mit zweierlei Projektionen versehen, wurden Besucher zur Interaktion miteinander, und dem Betreten des Körpers animiert. Wir entkoppelten die Nutzung der "Tür" vom klassischen Zeichen "Tür", und designierten lediglich eine Öffnung in der Oberfläche als Portal ins Innere. Videoprojektionen auf die Außenhaut signalisierten die Existenz und Aufgabe dieser Öffnung. Im Inneren angekommen, erwartete den Besucher ein Kurzfilm mit der Botschaft wo und wie der Raum zu verlassen sei.
Trotz präziser Planung und einem wohlüberlegten Konzept war der Ablauf des Experiments nicht vorhersehbar; die verblüffende, und nachträglich ganzheitlich logische Wirkung unserer Untersuchung verlieh unserer Forschung bis dahin ungeahnte Richtung, und wies den bis heute andauernden Weg an. Der Einsatz unserer unkonventionellen Zeichen stellte sich als redundant heraus. Gleichgültig der Tatsache, dass die Besucher unsere Anstöße nicht oder missverstanden, kristallisierte sich schnell heraus, welcher Code bei der Benutzung eines Raumes von primärer Wichtigkeit ist. Der Mensch liest und orientiert sich an anderen Menschen.
Sobald sich vor dem Eingang in unsere Installation einige Besucher versammelt hatten, bildete sich eine Menschenschlange, und das Verständnis des Raumes wuchs.
displacement.13 führte uns als glücklicher Zufall eines scheinbar misslungenen Versuchs zum spannenden Forschungsthema der Wahrnehmung, und der Frage welche Stellung Architektur in der menschlichen Perzeption spielt.
Die prinzipielle Wichtigkeit des Menschen in der Architektur ist der essentielle Kern unserer praktischen und theoretischen Arbeit.

Schlangestehen vor dem Experiment

Schlangestehen vor dem Experiment

Blick von oben

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Erlebnis Innenraum

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