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displacement.14

In Kooperation mit Univ.-Prof. Dr. Pierre Sachse (Institut für Psychologie), Waltraud Indrist, Andrea Jöchl und Brigitte Reheis

displacement.14 ging der Frage nach, worauf der Mensch seine visuelle Aufmerksamkeit beim Betrachten von Raumsituationen richtet. Das Experiment wurde in Kollaboration mit dem Institut für Psychologie der Universität Innsbruck durchgeführt.

Beschreibung

Das zweite Experiment im Rahmen der displacement Reihe baut thematisch auf die Erkenntnisse, und nun präzisierte Forschungsrichtung, seines Vorgängers auf. Der Wichtigkeit menschlicher Wahrnehmung und Aufmerksamkeit beim Erlebnis Raum bewusst, entwarfen wir eine einfach gestrickte und vielversprechende Untersuchung. Das zentrale Anliegen displacement.14s war es, herauszufinden worauf der Mensch beim Betrachten von Raumsituationen Aufmerksamkeit lenkt, bzw lenken lässt. Der Wunsch, möglichst saubere Ergebnisse zu erzielen, und ablenkende Faktoren weitgehend einzudämmen, führte zum Entschluss das Experiment auf die visuelle Wahrnehmung zu beschränken. In Kooperation mit dem Institut für Psychologie der Universität Innsbruck erstellten wir Anforderungen an den Ablauf und die Ausarbeitung der Untersuchung.
Unser Interesse an unterschiedlichen Raumsituationen, und unsere Veranlagung als Architekten Intentionen in die Konzeption dieser zu verpacken, trieb uns dazu, Aufnahmen von Räumen zu selektieren, die mit klar definierten Absichten entworfen worden waren.
Rem Koolhaas "Seattle Library" ist ein Paradigma eines Gebäudes, dessen Konzept auf der Kreation von Räumen mit klar beabsichtigten Wirkungen basiert. Koolhaas Ansinnen, ein Gebäude mit unterschiedlichen Zonen zu schaffen, gründet auf seiner Überzeugung, dass unterschiedlich designierte Nutzungen unterschiedliche atmosphärische und konfigurative Formen annehmen müssen. Er teilte das Gebäude in stabile und instabile Zonen auf, welche jeweils die beiden Anforderungen an eine Bücherei – fixe Servicebereiche oder Orientierungspunkte und frei nutzbare (Aufenthalts)bereiche  - erfüllen sollten. Für unser Experiment selektierten wir bewusst Fotografien aus einer Auswahl beider Zonen, um zu untersuchen, ob diese auf verschiedene Weise betrachtet werden würden, und unterschiedliche Aufmerksamkeitsmuster hervorbringen würden.
Ausgestattet mit einem "eye-gaze system", einem Aufzeichnungssystem bei dem die Position und Verweildauer der Blickes anhand von Kameras festgehalten wird, erhielten Testpersonen eine Reihe von Bildern zur Ansicht. Das erhaltene Material wurde zusammen mit den Psychologen katalogisiert und analysiert, um zu erfahren wo "areas of interest", Interessensbereiche, lagen, und ob Muster oder Unterschiede (stabil-instabil) zu identifizieren seien. Unser Resümee zeigt keine offensichtlichen Unterschiede an der Interessensverteilung und Aufnahmeweise der beiden stabil und instabil gedachten Raumkategorien; wir können jedoch eine weitaus wichtigere Erkenntnis aus den Resultaten ziehen. In Übereinstimmung mit unserer These, dass der Mensch bewusst primär an anderen Menschen Interesse zeigt, und sekundär dem Raum Aufmerksamkeit schenkt, konzentrierten sich Blicke - sofern abgebildet - stets auf Personen. Bilder ohne Personen zeigten eine Aufmerksamkeitskonzentration auf Bereiche, die zur aktiven Benutzung gedacht waren, beispielsweise Stiegen, Computer, oder Bücherregale.
Die nun weiter bestätigte Rolle und Bedeutung des Mitmenschen, eines aktiven Gegenübers, in der Architektur, ebnet den Weg unserer Forschungsrichtung und ermöglicht stetig präzisere Fragestellungen, und sowohl theoretische, wie auch empirische Auseinandersetzungen.
Um aufschlussreiches Wissen über den Raum an sich zu erhalten, deutete der nächste Schritt klar darauf, den Menschen isoliert in einem Raum beobachten zu müssen, um in dieser pointierten Situation übersteigerte, deutliche Ergebnisse zu erzielen.

'Stabile' Räume

'Stabile' Räume

'Instabile' Räume

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