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displacement.15

In Kooperation mit DI Birgit Brauner und Mag. Andrea Hörl

displacement.15 verwandelte das Foyer der Architekturfakultät Innsbruck zum zweiten Mal in eine Bühne zur empirischen Raumuntersuchung. Unser zweites Realraum Experiment verknüpfte die Auslegung und Fragestellung seiner beiden Vorgänger in einer Versuchsanordnung; im real erlebbaren Raum wurde die Verweildauer der Besucher der "Langen Nacht der Forschung" in unterschiedlichen Lichtsituationen aufgezeichnet und analysiert.

Beschreibung

Die Auslegung der Versuchsanordnung displacement.15 ist die logische Folge displacement.14s. Ausgehend von bis dato gesammelten Erfahrungen und Daten, fächert sich das Experiment um "areas of interest" von Raumbenutzern auf.
Das Foyer der Architekturfakultät diente zum zweiten Mal als Bühne unserer Investigation, wobei wir uns entschieden, intensiver mit dem vorhandenen Raum zu arbeiten, anstatt eine zusätzliche Rauminstallation zu verwenden.
Im Anschluss an den Analyseprozess, der sowohl den zu bespielenden Raum untersuchte, wie auch relevante Forschungsfragen ausarbeitete, erstellten wir ein Konzept, das ein Segmentieren und  Augmentieren des Foyers in unterschiedliche, inter-, bzw. reaktive Lichtzonen vorsah.
Ausgehend von der Prämisse, dass unterschiedliche Lichtstimmungen unterschiedliche Benutzungs- und Verweilmuster hervorbringen würden, teilten wir den Raum in 24 Zonen, und designierten jeder Zone eine eigene Lichtsituation aus einer eigens erstellten "Behaglichkeitsskala". Die Untersuchung im Rahmen der "Langen Nacht der Forschung" sah vor, – uneingeweihte – Testpersonen den Raum erkunden zu lassen, um zu erfassen, welche Zonen ein Verweilen, und somit Interesse, erregen würden, und welche weitgehende Vernachlässigung erfahren würden. Wir erstellten im Vorfeld Prognosen zu jeder Zone, mit der Hoffnung favorisierte Bereiche vorhersehen zu können.
Im Einklang mit unserer Neugier an interessensrelevanten Raumzonen und deren Beschaffenheit, wollten wir unser Wissen um die Bedeutung eines (kognitiven) Gegenübers in der menschlichen Wahrnehmung untersuchen. Die Anwesenheit anderer Menschen treibt dazu, primär diesen Aufmerksamkeit zukommen zu lassen; was aber würde passieren, wenn nicht ein Mensch, sondern ein Raum Kontakt durch Interaktion aufnehmen würde? Die Basis eines – weitgehend – homogenen Raumes, der mit einer Bandbreite an Lichtstimmungen bespielt werden würde, ermöglichte uns, diese Interaktion unterzubringen. Wir statteten den Raum mit einem Tracking-System aus, mit der doppelten Funktion einer Positionsaufzeichnung der jeweiligen Testperson zum einen, und der Veränderung der Lichtsituationen in Wechselbeziehung mit der Position zum anderen. Veränderte die Testperson ihren Standort, reagierte der Raum mit einer Veränderung des Lichtes. Anfangs erkundeten Testpersonen ungeachtet ihres Einflusses den Raum, mit zunehmender Zeit im Experiment traten mehrheitlich Erkenntnis und ein Lerneffekt ein. Probanden begannen mit dem System zu spielen, de facto zu kommunizieren.
Die eingangs festgelegte Skala zeigte sich als nahezu zutreffend, und wir verzeichneten die beliebteste Zone als Nachbarzone derer, die wir als behaglichste ausgelegt hatten.
Die Ergebnisse des Experiments schenkten uns wertvolle Daten, auf welchen wir kontinuierlich aufbauen. Eine wachsende Zahl an wissenschaftlichen Papers, und die aktuelle Planung des nächsten Experiments displacement.16, gründen auf wertvollen Gedankenimpulsen der Untersuchung von "areas of interest" im Realraum.

Lichtsituation

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Lichtsituation

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